Aktuelle Nachrichten aus unserer Kirchengemeinde


Requiem - wie klingt der Tod?

Mit den im November häufig aufgeführten Requiem-Chorwerken von Mozart und Verdi, vor allem aber mit vielen weniger geläufigen Vertonungen der Totenmesse, beschäftigte sich Pfarrer Thomas Lotz bei einem Abend im Rahmen des "Höhenkirchner Forums".

Er stellte dabei Requiem-Kompositionen aus sieben Jahrhunderten vor. „So verschieden diese Werke sind, es geht immer um Klage, um Trost und um Hoffnung auf Frieden und auf eine Zukunft des Menschen bei Gott“, fasst Lotz seinen Vortrag zusammen. 

Er beleuchtete nicht nur die musikalische Ausdeutung des eigenartigen mittelalterlichen Textes der lateinischen Totenmesse; als evangelischer Pfarrer zeigte Lotz auch auf, warum dieser Text von protestantischen Komponisten vermieden wurde und welche Alternativen sich entwickelten - von Heinrich Schütz' "Musikalischen Exequien" bis zum „Deutschen Requiem“ von Johannes Brahms.

Die Entwicklung des Requiems von der liturgischen Musik zum Konzertstück für großen Chor und Orchester im 19. Jahrhundert wurde ebenso nachgezeichnet wie der zunehmend freie Umgang mit dem liturgischen Text bis hin zu nichtreligiösen Requiem-Kompositionen. So entstand ein breites Bild vom spannenden Wechselspiel von Musik und christlichem Glauben angesichts des Todes.


Gospelmesse "Give God Glory" mit den TrueBadours

Rhythmische Gospelmusik war am Sonntag, 10. November, um 10.00 Uhr in der Kreuz-Christi-Kirche zu hören. Die Gruppe „TrueBadours“ unter Leitung von Christoph Demmler war zu Gast und gestaltete den Abendmahlsgottesdienst mit der Gospelmesse „Give God Glory“. Liturg und Prediger war Pfarrer Thomas Lotz. In der überfüllten Kirche gab es viel Beifall für die besondere Musik, die mit ihrer Emotionalität Freude und Nachdenklichkeit, Jubel und Trauer gleichermaßen leicht fasslich ausdrücken konnte.


 

Eckard Herrmann feiert die Einführung seines Nachfolgers mit – 36 Jahre später

Der eine geht bald in Ruhestand, der andere beginnt gerade als Vikar seinen Dienst als Seelsorger. Doch auch Dekan Eckard Herrmann (Regensburg) war einmal Vikar, und zwar in Höhenkirchen. Von 1981 bis 1983 hat er hier bei Pfarrer Gottfried Stritar die Ausbildung zum Pfarrberuf absolviert.

Weil dann 36 Jahre lang kein Vikar mehr nach Höhenkirchen geschickt wurde, ist Julian Hensold (35), der am Sonntag, 31. März, in einem festlichen Gottesdienst für seinen Dienst verpflichtet wurde, sein direkter Nachfolger.

Herrmann ließ es sich nicht nehmen und folgte der Einladung von Pfarrer Thomas Lotz in die Kreuz-Christi-Kirche, um seinen Nachfolger kennenzulernen, der gerade zur Welt kam, als Herrmann sein Vikariat abgeschlossen hatte.

 Herrmann - Hensold

Herrmann berichtete von bewegten Zeiten der Gemeinde, noch in der alten Kreuz-Christi-Kirche, die 2001 abgerissen werden musste. Damals waren die Evangelischen in Höhenkirchen und Umgebung fast alle junge Familien mit kleinen Kindern – wie auch die Herrmanns, die damals in Aying neben dem Biergarten wohnten. Auch einige ältere Gemeindemitglieder, die sich noch an Herrmanns Wirken als Vikar erinnern, waren zur Einführung gekommen. Herrmann nannte es in seinem Grußwort einen Glücksfall, dass er damals nach Höhenkirchen entsandt wurde, und wünschte seinem Nachfolger eine ebenso glückliche Vikariatszeit und viel Erfolg beim Lernen.

Eckard Herrmann ist, nach Zwischenstationen in Burghausen, Würzburg und Vaterstetten, seit 2006 Dekan in Regensburg.